Ernährung & Metabolismus
Ein gesunder Metabolismus (= Stoffwechsel) bildet die Grundlage für alle lebenswichtigen Vorgänge in einem Organismus. Insbesondere sorgt er für...
- die Zellatmung, welche dem Lebewesen Energie liefert und den Auf- und Abbau von Körperzellen regelt
- den Baustoffwechsel (auch Anabolismus genannt), welcher essentielle Stoffe wie Hormone, Enzyme und Antikörper bildet und ebenso Abfälle hinaus befördert
Der Metabolismus fußt dabei auf 4 Säulen:
- Trinken
- Nahrung
- Bewegung
- Schlaf
Wenn auch nur eine dieser Säulen nicht ausreichend bedient wird und aus dem Gleichgewicht gerät, dann wird es früher oder später beim betroffenen Lebewesen unweigerlich zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen. Das gilt für Pflanzen, für Tiere, und ebenso auch für uns Menschen selber.
Daher nimm Dir bitte die Zeit, Dich mit den arttypischen Ernährungsweisen und Besonderheiten Deines Haustieres so ausführlich wie möglich auseinanderzusetzen.
Im Folgenden findest Du eine Übersicht zu den gängigsten Kleinsäugern in der Heimtierhaltung und deren Ansprüchen und Herausforderungen in Sachen artgerechter Ernährung. Bei Fragen oder Unklarheiten komm gerne auf mich zu oder konsultiere direkt einen Tierarzt / eine Tierärztin.
Chinchillas
Wasser
Leitungswasser täglich frisch und unbegrenzt in einer Trinkschale
Wichtig !
Chinchillas sind sehr anfällig für Mangelerscheinungen und haben einen besonderen Bedarf an Vitamin B1, Vitamin C und Folsäure. Es empfiehlt sich daher, täglich abends 1 Esslöffel Chinchilla Pellets zu verabreichen, da diese weitestgehend den Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen sicherstellen.
Vorsicht GIFTIG !!!
Hülsenfrüchte, alle Kohlarten, Zitrusfrüchte, Zwiebelgewächse, Vogelmiere, Wegerich, Wassermelone, Weintrauben, Zucchini und auch Salz-Lecksteine sind giftig für das Tier !
Kräuter, Blüten und Blätter (getrocknet oder frisch)
täglich - in unbegrenzter Menge:
Heu, Apfelblätter, Erdbeerblätter, Gänseblümchen, Haselnussblätter, Hibiskusblüten, Kornblumenblüten, Mariendistel
gelegentlich füttern:
Basilikum, Brennnessel, Brombeerblätter, Brunnenkresse, Dill, Himbeerblätter, Kamille, Löwenzahn (Wurzeln und Blätter), Petersilie, Pfefferminze, Ringelblumen, Salbei, Schafgarbe
Gemüse
täglich in begrenzter Menge:
Chicorée, Kohlrabi, Tomate (nur die rote ausgereifte Frucht, da sonst eine Solanin-Vergiftung droht), Zucchini, Eisbergsalat, Endiviensalat, Feldsalat, Kopfsalat
Obst
Dieses steht nicht auf dem natürlichen Speiseplan von Chinchillas, und ist daher umstritten !
Dennoch: die meisten Chinchillas vertragen Obst sehr gut, und es liefert zudem viele zusätzliche Vitamine und Nährstoffe. Daher kann man es gelegentlich in kleineren Mengen verabreichen:
Apfel, Banane, Birne, Brombeere, Erdbeere, Hagebutte, Himbeere, Johannisbeere, Speisekürbis
Äste & Zweige
mehrmals pro Woche getrocknet:
Apfel, Birne, Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Haselnuss, Kastanie, Line, Pappel, Walnuss, Weide
Leckerlis
1 bis 2 Mal pro Woche, getrocknet oder frisch in kleinen Stückchen:
Apfel, Fenchel, Hagebutte, Möhre, Pastinake, Rote Beete, Rosinen (eher selten), Banane (eher selten), ein Kürbiskern oder ein Sonnenblumenkern
Degus
Wasser
Leitungswasser täglich frisch und unbegrenzt in einer Trinkschale
Wichtig !
KEIN OBST VERFÜTTERN !!!
Degus sind hochanfällig für Diabetes und neigen zudem schnell zu Übergewicht. Ihr Körper kann wegen einem natürlichen Insulinmangel Zucker und Stärke nur sehr schlecht abbauen.
KEINE PELLETS ODER FERTIGFUTTER VERABREICHEN !!!
Die meisten Angebote aus dem Handel sind ebenfalls nicht zu empfehlen, da sie zumeist auch mit Zucker angereichert sind.
Nagematerial (getrocknete Äste und Zweige) muss immer zur Verfügung stehen, da Degus einen starken natürlichen Nagetrieb haben.
Degus neigen schnell zu Zahnproblemen und benötigen daher einen hohen Anteil (50% +) an Rohfasern (Heu) im Futter, damit der Backenzahnabrieb ausreichend gefördert wird.
Vorsicht GIFTIG & unverträglich !!!
u.a. Auberginen, Avocados, Hülsenfrüchte, Efeu, Ficus, Zwiebel- und Lauchgewächse, Kastanie, Krokus, Maiglöckchen, Mohn, Mistel, Pilze, alle Kohlsorten und Spinat
Grünfutter
in unbegrenzter Menge:
Heu und getrocknetes Grünfutter
einmal täglich als Ergänzung:
1 Teelöffel Sämereien* und etwas Frischfutter
*= Sämereien sind z.B. Grassamen,
Hagebuttensamen, Distelsamen, Kräutersamen von Löwenzahn, Fenchel, Brennnessel, Dill und Petersilie
Kräuter, Blüten und Blätter
1 bis 2 Mal täglich:
Löwenzahnblätter, Gänseblümchen, Rosen, Petersilie, Himbeerblätter, Dill, Huflattich, Möhrengrün, Basilikum, Brennnessel, Brombeerblätter, Erdbeerblätter, Kamille, Kresse, Kornblumen, Ringelblume, Salbei, Schafgarbe
Gemüse & Salate
3 bis 4 Mal pro Woche, kleine Portionen:
Paprika, Möhren, Gurke, Chicorée, Sellerie, Tomaten (nur reif und ohne Stängel), Eisbergsalat, Endiviensalat
Obst
Kein Obst verfüttern wegen dem hohen Zuckeranteil ! Degus neigen zu Diabetes mellitus.
Äste & Zweige
Sind Grundfuttermittel und sollten immer zur Verfügung stehen, um den natürlichen Zahnabrieb zu fördern und den starken Nagetrieb der Tiere zu befriedigen.
Gut geeignet sind: Äste und Zweige von Obstbäumen (ungespritzt), Weide, Haselnuss, Linde, Hainbuche, Birke, Mirabelle, Pappel, Pflaume, Korkeiche (aber keine anderen Eichen bitte)
Leckerlis
1 bis 2 Mal pro Woche:
Erbsenflocken, Kolbenhirse, getrocknetes Gemüse (z.B. Karotte), Sonnenblumenkern, Kürbiskern
Von Leckerlis aus dem Handel ist hier ebenfalls abzuraten. Ähnlich den Pellets enthalten diese oft einen zu hohen Zuckeranteil !
Farbmäuse
Wasser
Leitungswasser täglich frisch und unbegrenzt in einer Trinkschale
Vorsicht GIFTIG & unverträglich !!!
Zimmerpflanzen (Efeutute, Drachenbaum, Philodendron, Bergpalme, uvm.), alle Arten von Kohl, frische Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen, Erbsen usw.), gezuckerte Cerealien.
Hochgiftig sind insbesondere Tomatengrün, rohe Kartoffeln und Aubergine (es droht eine Solanin Vergiftung), und ebenso auch Salz-Lecksteine (eine Überversorgung mit Natriumchlorid kann zu Nierenversagen und letztlich zum Tod führen).
Zum Thema Schokolade gibt es unterschiedliche Ansichten:
grundsätzlich ist Schokolade kein geeignetes Nahrungsmittel für Mäuse wegen dem hohen Zucker-, Fett- und Laktosegehalt. Und das im Kakao enthaltene Purinalkaloid Theobromin ist bei einer Überdosierung für viele Lebewesen tödlich. Das gilt insbesondere für Hunde, Katzen und Pferde !
Allerdings:
Mäuse verfügen, ebenso wie Ratten und wir Menschen auch, über körpereigene Enzyme aus der Gruppe der Cytochrome, die Theobromin gut abbauen können, und es - in kleinen Mengen genossen - durchaus verträglich machen. Dennoch hat Schokolade auf dem Speiseplan aller Tierarten grundsätzlich nichts verloren.
Basisernährung
Es gibt im Handel bereits gut zusammengestellte spezielle Futtermischungen für Farbmäuse, die als Grundnahrung dienlich sein können. Diese enthalten in der Regel auch schon alle wichtigen Nährstoffe, Vitamine, Mineralien und auch notwendige Proteine.
- 2 Teelöffel pro erwachsener Maus pro Tag
- 1 Teelöffel pro Jungtier pro Tag
Sollte der Futternapf am nächsten Tag vollständig leer sein, dann die Menge leicht erhöhen.
Aber:
nicht jede angebotene Futtermischung aus dem Handel ist automatisch gut geeignet. Man muss genau darauf achten, dass diese nicht mit unnötigen Zusatzstoffen wie Fett, Zucker, tierischen oder pflanzlichen Nebenerzeugnissen angereichert wurde.
Viele Halter entschließen sich daher dazu, das Basisfutter selber zu mischen. Bestandteile sind meist Getreidesorten wie z.B. Buchweizen, Gerste, Hafer (Körner und Flocken), verschiedene Hirsesorten wie Kolbenhirse, Roggen, Weizen (Körner und Flocken).
Anmerkung:
Sehr gute Rezepte, Ideen, Anleitungen und Hinweise zum Thema "Mäusefutter" findest Du z.B. auch auf den Seiten
Frischfutter
Unter Frischfutter versteht man im Allgemeinen eine ausgewogene Mischung aus Gemüse, Kräutern und Obst.
Wegen dem hohen Zuckergehalt sollte Obst aber immer nur in kleinen Mengen angeboten werden. Mäuse sind durchaus anfällig für Diabetes mellitus. Daher sollte bei Frischfutter das Augenmerk mehr auf Wildkräuter und Gemüse gelegt werden.
Obst:
Äpfel (ohne Kerne), Bananen, Birnen, Hagebutten, Rosinen, Brom-, Erd-, Stachel- und Himbeeren, Wassermelone, Kiwi, Weintrauben (ohne Kerne), Kaki, Kirsche, Mirabelle
Wildkräuter, Blumen & Blätter:
Basilikum, Brennnesselkraut, Dill, Echinacea, Gänseblümchen, Kamille, Löwenzahn, Malve, Rotklee, Sauerampfer, Spitzwegerich, Taubnessel, Weißklee, Wiesen-Pippau, Vogelmiere, Kornblumenblüten, Schafgarbe
Gemüse:
Brokkoli, Blattspinat, Chicorée, Eisbergsalat, Endiviensalat, Feldsalat, Kopfsalat, Fenchelknollen, Gurken, Möhren, Topinambur, Rote Beete, Pastinaken, Kürbis, Mais, Mangold, Radicchio, Zucchini.
Anmerkung:
Je nachdem, was Mäuse von ihrer Mutter in Sachen Futterkultur angelernt bekommen haben, kommt es vor, dass Gemüse oder Obst von ihnen vorerst ausgeschlagen werden. Um Gemüse und Obst für sie schmackhaft zu machen, gibt es jedoch einen kleinen Trick: Leinöl.
Dieses kann man auf zuvor mundgerecht zerkleinerte Obst- oder Gemüsestückchen träufeln, in einer kleinen Schüssel umrühren und dann verabreichen.
Leinöl hat zudem viele weitere positive Effekte:
- es ist gut gegen Herz- und Kreislaufschäden
- es beugt Beeinträchtigungen der Sehkraft vor
- es beugt Diabetes vor
- es schützt und stützt das Denkvermögen und steigert emotionales Wohlbefinden
- es kann sogar bei Parasitenbefall die Haut beruhigen und zur Heilung beitragen
Eiweißfutter
Mäuse sind Omnivoren (= Allesfresser), und benötigen für ihren Metabolismus (insbesondere für ihre Immunabwehr) ausreichend tiereiweißhaltiges Futter, das 2 bis 3 Mal pro Woche angeboten werden muss. Ansonsten kommt es mitunter zu schweren Mangelerscheinungen und Verhaltensstörungen. Und im schlimmsten Fall sogar zum Kannibalismus.
Warnung !!!
Kannibalismus tritt mitunter häufig auf, wenn eine Mäusemutter während der Trächtigkeit und der Aufzucht des Nachwuchses nicht genug Zugang zu tierischem Eiweiß hat und daher stattdessen ihre Jungen selber auffrisst !
Als Proteinlieferanten bieten sich an:
gekochtes Ei (ohne Eigelb), frisches rohes Rinderhack, Mehlwürmer, Bachflohkrebse, Heimchen, Steppengrillen, oder auch Magerquark, Hüttenkäse oder Naturjoghurt.
Äste und Zweige zum Benagen
Mäuse haben einen sehr hohen Nagetrieb. Daher sollte entsprechend benagbares Material im Gehege nicht fehlen.
Uneingeschränkt anbieten kannst Du:
Äste (sogar mit Blättern) von Apfelbaum, Birnenbaum, Heidelbeerstrauch, Johannisbeerstrauch, Spitzahorn, Bergahorn, Hainbuche, Eberesche, Erle und Ulme,
Haselnuss (auch Korkenzieherhasel)
Leckerlis
Von Leckerlis aus dem Handel ist eher abzuraten, enthalten diese doch oft unnötige Zusätze wie Fett und Zucker. Mit essbaren Belohnungen sollte man ohnehin immer recht sparsam umgehen, weil sie sehr gehaltvoll sind. Aber ab und zu darf man diese natürlich schon mal als Belohnung verabreichen und damit auch schneller das Vertrauen der Maus gewinnen.
Gut geeignete Leckerlis sind:
Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Erbsenflocken, Backoblaten, Zucchinikerne, Gurkenkerne, Haselnusskerne, Erdnusskerne, Rosinen (ungeschwefelt), Trockengemüse oder auch Nutri-Cal und Malz-Paste (Malt Anti Hairball)
Gold- und Zwerghamster
Wasser
Leitungswasser täglich frisch und unbegrenzt in einer Trinkschale
Wichtig !
Obst kann beim Hamster Diabetes auslösen ! Daher nur gelegentlich in kleiner Menge als Leckerli anbieten.
Vorsicht GIFTIG !
Süd- und Zitrusfrüchte (z.B. Ananas, Orange), Steinobst, Nadelhölzer, Brunnenkresse, Blumenkohl, Lauch- und Zwiebelgewächse, Bohnen, Eicheln, Efeu, Kastanien, Kohlrabi und rohe Kartoffeln
Grundfuttermittel
Gold-Hamsterfutter (Trockenfutter) aus dem Handel bildet die Grundlage, denn diese enthalten fettarme Samen und Körner. Für Zwerghamster gibt es ebenfalls spezielle Futtermischungen mit angepassten kleinteiligeren Zutaten.
Goldhamster : 2 Teelöffel Trockenfutter pro Tag
Zwerghamster : 1 Teelöffel Trockenfutter pro Tag
Geeignete Samen, Körner und Getreidearten sind:
Buchweizen, Bruchmais, Erbsen (getrocknet), Gerste, Grassamen, Haferflocken, Hanfsamen, Hirse, Kichererbsen, Kolbenhirse und Reis
Ebenso zählt Heu zum täglichen Grundfutterbedarf (und dient manchen Hamstern auch als Nestbaumaterial). Der hohe Rohfaseranteil sorgt für gesunde Verdauung. Man kann das Heu gerne noch anreichern mit getrockneten Kräutern, Blüten und Blättern.
Grünfutter, Gemüse & Salat
Frisches Grünfutter und Gemüse enthalten viele Vitamine und Mineralien. Daher sollte Frischfutter mehrmals wöchentlich auf dem Speiseplan des Hamsters nicht fehlen. Ist die Verdauung des Tieres eventuell zu empfindlich, dann kann man dieses auch in getrockneter Form anbieten und es so verträglicher machen.
Als Grünfutter bietet sich an:
Blüten und Blätter von Obstbäumen, getrocknete Brennnessel, Petersilie, Basilikumblättchen, Gänseblümchen, Klee, Löwenzahnblätter, Katzengras, Sojasprossen, Blumenkohlblätter, Möhrengrün
Als Salat bietet sich an:
Feldsalat, Rucola und Endivie (nach Möglichkeit Bioprodukte)
Als Gemüse bietet sich an:
Gurke, Tomate (nur die rote Frucht), Karotte, Paprika, Sellerie, Topinambur, Zucchini
Persönliche Anmerkung:
Meine ehemalige dsungarische Zwerghamsterdame Lucy stand ganz besonders auf Paprika. Rote Paprika enthalten zudem besonders viele Vitamine, Carotinoide und Antioxidantien.
Eiweißfutter
Hamster sind Rodenten (Fleischfresser), und benötigen für ihren Metabolismus (insbesondere für ihre Immunabwehr) ausreichend eiweißhaltiges Futter, das 2 bis 3 Mal pro Woche angeboten werden soll.
Hierzu bietet sich an:
gekochtes Ei (ohne Eigelb), frisches rohes Rinderhack, Mehlwürmer, Bachflohkrebse, Heimchen, Steppengrillen, oder auch Magerquark, Hüttenkäse oder Naturjoghurt.
Hinweis: Milchprodukte mit Laktose
Im Gegensatz zu vielen anderen Tieren im Reich der Kleinsäuger sind Hamster NICHT laktoseintolerant. Obwohl sie von Natur aus ebenfalls nicht über genügend Laktase (das Enzym zur Spaltung von Laktose) im Körper verfügen, so besitzen sie jedoch einen speziellen Vormagen, der auch laktosehaltige Nahrung vorverdaut und sie verträglich macht.
Äste & Zweige
Das Benagen von Ästen und Zweigen ist für ein gesundes Zahnwachstum wichtig, und sollten daher immer zur Verfügung stehen.
Gut dafür geeignet sind:
Haselnusszweige, Buche, Zweige von Obstbäumen
Aber Vorsicht: bitte keine Äste von Zitrusbäumen oder Nadelhölzern, denn diese sind für das Tier giftig !
Leckerlis
Im Handel erhältliche Leckerlis (Drops, Knabberstangen etc.) sind nicht empfehlenswert, da sie oft zu viel Zucker und/oder Fett enthalten. Diese fördern im negativen Sinne Zahn- und Verdauungsprobleme sowie Übergewicht.
Im schlimmsten Falle droht sogar ein Verkleben der Backentaschen durch zuckerhaltige Substanzen !
Als Leckerlis bieten sich an:
Rosinen, getrocknete Banane, Erbsenflocken, getrocknete Hagebutte, Sonnenblumenkern, Haselnuss, Erdnuss, Walnuss (allerdings sehr ölig)
Und natürlich auch frisches Obst wie Erdbeere, Apfel, Himbeere, Banane. Aber bitte nur gelegentlich wegen Diabetes-Gefahr wie oben bereits geschildert.
Kaninchen
Wasser
Leitungswasser täglich frisch und unbegrenzt in einer Trinkschale
Grünfutter
täglich - in unbegrenzter Menge:
Heu, Gräser, Löwenzahn, Kohlrabiblätter, Radieschenblätter, Möhrenkraut, Fenchelgrün, Himbeerblätter
1 bis 2 Mal pro Woche:
intensive (appetitanregende) Kräuter wie z.B. Pfefferminze, Kamille, Echinacea, Spitzwegerich, getrocknete Petersilienstängel, getrocknete Löwenzahnblätter, Basilikum oder Salbei
Gemüse
täglich in begrenzter Menge: Broccoli, Chicorée, Chinakohl, Eisbergsalat, Fenchel, Karotte, Knollen- und Stangensellerie, Schwarzwurzeln, Speisekürbis, Gurke, Kohlrabi (geschält), Pastinake, Rosenkohl, Rote Beete, Tomate (nur die rote ausgereifte Frucht, da sonst eine Solanin-Vergiftung droht)
Obst
einmal in der Woche:
Apfel, Banane (in kleinen Mengen, da diese sonst zur Verstopfung führen), Beeren, Melone
Äste & Zweige
regelmäßig:
Apfel, Birne, Haselnuss, Birke, Buche, Weide
Leckerlis
1 bis 2 Mal pro Woche:
Erbsenflocken, getrocknete Himbeere, einen Apfelchip (enthält viel Zucker), 1 geschälter Sonnenblumenkern, 1 Stück Obst
Meerschweinchen
Wasser
Leitungswasser täglich frisch und unbegrenzt in einer Trinkschale
Wichtig !
Meerschweinchen können Vitamin C nicht selber im Körper bilden ! Daher ist bei der Ernährung auf genügend Vitamin C Zufuhr zu achten
Grünfutter
täglich - in unbegrenzter Menge:
Gräser, Ackerdistel, Basilikum, Bohnenkraut, Kamille, Kerbel, Kornblume, Löwenzahn, Melisse, Pfefferminzblätter, Rosenblätter, Schafgarbe, Sonnenblumen (Pflanze und Blütenblätter)
Als Vitamin C Lieferanten bieten sich an:
Petersilie, Dill und getrocknete Brennnesseln (bitte niemals frische Brennnesseln verfüttern !)
1 bis 2 Mal pro Woche:
intensive (appetitanregende) Kräuter wie z.B. Pfefferminze, Kamille, Basilikum oder Salbei
Gemüse
täglich in begrenzter Menge, man setzt hier in etwa 10 bis 30 % des Körpergewichtes des Tieres an:
Chicorée, Kohlrabi, Zucchini, Eisbergsalat, Endiviensalat, Feldsalat, Kopfsalat, Tomate (nur die rote ausgereifte Frucht anbieten, da sonst eine Solanin-Vergiftung droht !)
Als Vitamin C Lieferanten bieten sich an:
Brokkoli, Fenchel, Petersilienwurzel, Paprika, Karotte und Blattspinat
Obst
einmal in der Woche:
Apfel, Brombeere, Erdbeere, Johannisbeere
Äste & Zweige
täglich:
Apfel, Birne, Haselnuss, Johannisbeere
etwa einmal pro Woche:
Erle, Ulme, Fichte, Kiefer, Linde, Tanne
Leckerlis
1 bis 2 Mal pro Woche:
Erbsenflocken, ein geschälter Sonnenblumenkern, ein Stück getrocknetes Gemüse (ca. 30g), frische Pastinake, Salatgurke, Spargel, und (eher seltener) Obst