Tiergestützte Therapien
Tiere im Allgemeinen können einen großen Beitrag leisten, gesundheitlich beeinträchtigte Menschen in ihrem Leiden zu entspannen und ihnen mitunter auch zu einer schnelleren Genesung verhelfen. Dazu werden gezielt Begegnungen zwischen Tier und Mensch orchestriert, um einen insbesondere emotional positiven Effekt auf Menschseite zu erwirken.
1. Allgemeine sozialintegrative Anwendungen:
Eine Therapieform dieser Art legt ihren Schwerpunkt auf sozialintegrative Anwendungen im pädagogischen und psychologischen Zusammenspiel mit Tieren. Sie richtet sich gleichermaßen an alle Altersgruppen mit meist kognitiven, sozial-emotionalen und motorischen Einschränkungen sowie Verhaltensstörungen.
2. Schulbegleithunde
Oft finden zum Beispiel an Schulen die sogenannten Schulbegleithunde ihren Einsatz. Sie können emotionale und soziale Kompetenzen der Kinder und Lehrer gleichermaßen trainieren, locken unsichere Schüler aus ihrer Isolation heraus, und verbessern nachweislich das Klassenklima.
3. Physiotherapeutische Anwendungen:
Neben den zuvor genannten seelischen und psychischen Schwerpunkten finden Tiere ebenso ihren Einsatz im Bereich der Physiotherapie. Als ein gängiges Beispiel sei die Hippotherapie genannt. Diese Form des Therapeutischen Reitens ist ein alternativer krankengymnastischer Ansatz gegen Beschwerden im zentralen Nervensystem.
4. Behandlung von Tierphobien:
Bei der Behandlung von tierbezogenen Ängsten, z.B. einer Murophobie (Angst vor Mäusen), finden entsprechende Tiere ebenfalls ihren Einsatz am Menschen und sollen für eine psychische Desensibilisierung sorgen.
Minuspunkt:
Tiergestützte Therapien gelten in Deutschland als alternative Heilmethoden und werden daher von vielen gängigen Krankenkassen oft nicht anerkannt. Folglich sind die anfallenden Kosten für Behandlungen häufig privat zu tragen.